Sonntag, 7. August 2016

Witch Hunter | Rezension

HEXENJÄGER – ABENTEUER – SPANNUNG – INTRIGEN – MAGIE – FANTASY – GEHEIMNISSE - HEXENVERBRENNUNG

Mein Dank gilt der Buchhandlung Gabriela Paul für das Leseexemplar!


Ich stehe am Rand eines Platzes, auf dem sich die Menschen drängen.




Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.
[Quelle: dtv]



Der erste Teil der Witch Hunter-Reihe ist bereits im März erschienen und ich habe seitdem so viel Gutes über dieses Buch gehört, dass es mich immer neugieriger machte. Allerdings konnte es mich einfach nicht davon überzeugen, es zu kaufen. Als ich dann auf einem normalen Büchereinkauf war, sprach mich meine Lieblingsbuchhandlung darauf an, ob ich dieses Buch als Leseexemplar haben möchte. Ich war natürlich sofort Feuer und Flamme und bereue keine Minute der Lesezeit!

Die Geschichte um Elizabeth spielt im 16. Jahrhundert, eine Zeit, in der es noch sehr üblich war, Frauen und auch Männer wegen Hexerei anzuklagen und zu verbrennen. Trotzdem kommt nicht die teilweise drückende Atmosphäre eines historischen Romans auf. Die Sprache ist nicht besonders hochgestochen, sondern normal und verständlich gehalten. Die Dialoge sind witzig und spannend. Man könnte vermuten, dass durch die eher moderne Sprache das Flair des 16. Jahrhunderts verloren geht, aber dem ist nicht so; eine spannend erzählte Zeitepoche, in die sich der Roman passend einfügt.

>> Elizabeth Grey, kraft der Autorität, die mir von König Malcolm von Anglia verliehen wurde, verhafte ich Euch wegen der Ausübung von Hexerei. […] Falls man Euch schuldig spricht, erwartet Euch der Tod durch den Strang oder auf dem Scheiterhaufen, wie es dem König gefällt. […] Gott sei Euch gnädig. << (S. 52)

Elizabeth ist eine Hexenjägerin und mit dem Gedanken, dass Hexen und Zauberer böse sind aufgewachsen. Doch nun steht sie plötzlich völlig verlassen von ihren einstigen Freunden da und die eigentlich „böse“ Seite hilft ihr, dem Scheiterhaufen zu entkommen. Diese Konstellation fand ich sehr interessant. Vor allem weil man als Leser teilweise selbst nicht wusste wer denn nun der Böse sein soll und wer der Gute. Sowas mag ich immer sehr gerne, weil man dadurch dieses Schwarz/Weiß-Denken verlassen muss und dazu angehalten ist, selbst abzuwägen.

Die Story, die sich nun um Elizabeth abspielt wurde sehr spannend erzählt, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Die Charaktere des Buches sind eine tolle, bunte Mischung aus allen möglichen Charaktereigenschaften und haben der Geschichte sowohl lustige wie auch sehr emotionale Momente geschenkt. Die Handlung kann mit guten Kampfszenen aufwarten, die nicht zu übertrieben beschrieben werden und auch nicht allzu blutig sind.




Witch Hunter ist ein gelungener Auftakt einer Reihe, die nicht nur das Herz von Fantasyfans höher schlagen lässt. Die sympathische Protagonistin nimmt den Leser mit auf eine spannende Geschichte über Freundschaft, Liebe und Verrat. Obwohl das Buch um 16. Jahrhundert spielt, ist nichts von der Atmosphäre eines historischen Romans zu merken, da die Sprache eher modern und verständlich gehalten ist. Dennoch fügt sie sich sehr gut in das Gesamtbild des Buches ein und beschert uns in Kombination mit den vielfältigen Charakteren lustige und emotionale Momente. Ich kann für dieses Buch eine absolute Leseempfehlung aussprechen und freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil.




Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, während der sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für „Witch Hunter“, ihren ersten Roman, bildet.


Kommentare:

  1. Ich liebe Witch Hunter! Ich habe es vor ein paar Monaten gelesen und bin ebenfalls begeistert davon! Hexen, Gestaltwandler, Zauberer, Heiler etc. Was will man mehr? Ich freue mich auch riesig auf den zweiten Teil und hoffe er wird so gut wie der erste Band :)

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    1. Hi Julia :)
      Ich liebe Geschichten, die etwas mit Hexen und Zauberern zu tun haben und da passt Witch Hunter einfach perfekt rein. Außerdem konnte mich die Handlung einfach so begeistern. Endlich mal wieder etwas, das gut durchdacht ist und das sogar Potenzial für einen guten zweiten Teil hat. :D

      Liebste Grüße
      Ellen

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